Dr. med. Ingrid Müller Mackert - Arztpraxis für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde

 

 

 
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Die Blase


380px-illu_bladder_de.png Die Blase sammelt die Körperflüssigkeiten aus Lunge und Darm als Urin und sorgt für eine kontrollierte Ausscheidung. In der chinesischen Medizin entspricht die Blase dem Wasserelement. Das Wasserelement steht für den Winter, der mit dem Alter, der Weisheit und der Reflexion verbunden ist.

Die mit der Blase verbundenen Emotionen sind nach Neil Diamond Frieden, Harmonie, Ruhelosigkeit, Ungeduld. Menschen, die mit einer Reizblase zu tun haben, haben häufig einen unruhigen Geist, sie sind ständig in Bewegung und haben Mühe, sich ruhig und friedlich zu verhalten.

Henry Tietze beschreibt die Blasenentzündung in der Organsprache mit dem Satz: "Bitte fass mich nicht an." Eine Blasenentzündung sei immer ein Hinweis auf die Angst sich hinzugeben, immer in sexueller Hinsicht, aber auch im zwischenmenschlichen Bereich.
Der Körper drücke ein seelisches Problem aus: Etwas wird verdrängt, zurückgehalten, was dazu führt, dass man unter Druck stehe und nur unter Schmerzen loslassen könne, wie es bei der Blasenentzündung der Fall ist.
Den familiengeschichtlichen Hintergrund sucht Tietze vor allem in der Sauberkeitserziehung in der Kindheit. Urinieren sei als etwas Schmutziges erlebt worden, das nicht angefasst werden durfte etc. Diese strengen Moralvorstellungen seien auf das Sexualleben übertragen worden.
Als Problemlösung bietet Tietze die Entkoppelung von Ausscheiden und Sexualleben an.

Dethlefsen und Dahlke beschreiben die Blase als Sammelbehälter für alle in der Niere ausgeschiedenen Stoffe, die darauf warten, den Körper wieder zu verlassen. Durch den langsam ansteigenden Druck wird der Körper angehalten, dem Druck nachzugeben und loszulassen.
Druck fordere den Menschen immer dazu auf, loszulassen und zu entspannen. Der empfundene körperliche Druck mache deutlich, wie groß und schmerzhaft der psychische Druck sei, und wieviel Erleichterung im Loslassen erlebt werden könne.
Weiter weisen Dethlefsen und Dahlke darauf hin, dass der von Körper und Seele ausgeübte, passive Druck in einen aktiven Druck umgewandelt werde. Wenn man sich einer Situation entziehen wolle, ginge dies ganz einfach über den Druck, auf die Toilette zu müssen.
Die Autoren beschreiben den Zusammenhang zwischen dem Symptom, Wasser lassen zu müssen und der Machtausübung, die entsteht, wenn jemand zur Toilette gehen muss. Jeder Mensch, der ein Ich habe, strebe nach "Dominanz und Macht".
Schließlich weisen sie auf unterschiedliche Gewichtungen bei Blasenerkrankungen hin. So sei das Brennen beim Wasserlassen bei einer Blasenentzündung ein Hinweis auf die Schmerzhaftigkeit, die der Patient beim Loslassen erlebe.


Winfried Weber beschreibt den Charakter des Niere-Blasen-Typ als sehr arbeitsam, da er sich durch erbrachte Leistung Zuwendung verspreche. Er sei pessimistisch in seiner Grundeinstellung, neige zu Schlaflosigkeit, Schreckhaftigkeit, Erwartungsangst und innerer Unruhe.
Weber sieht die Prägung in der Perinatalperiode bei existentieller Bedrohung durch Geburtskomplikationen. Gebe das Kind unter dieser Bedrohung auf, komme es zur Störung des Niere-Blasen-Feldes.


Lowen beschreibt die Prägung im Lauflernalter, in dem das Kind lernt, sich frei zu bewegen und sich selbst zu behaupten. Es entwickele sich in einer Familie, in der es nur nach erbrachter Leistung Liebe und Anerkennung erhalten habe.
Seine positive Affirmation ist: "Ich bin im Leben willkommen. Ich bin in Sicherheit."