Dr. med. Ingrid Müller Mackert - Arztpraxis für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde

 

 

 
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Diabetes

Erkrankt jemand z.B. an Diabetes, besteht die Behandlungsmethode darin, den fehlenden Stoff, das Insulin, von aussen zuzuführen, zu substituieren, und damit das Funktionieren des Körpers wieder zu gewährleisten. Aber daneben verändert diese Krankheit das Leben des Betroffen ganz enorm.
Allein die veränderten Essgewohnheiten bzw Diäten werfen den Betroffenen aus seinem normalen sozialen Leben heraus.
Das ständige Kontrollieren und Abwiegen, die Abhängugkeit von den Medikamenten oder den Spritzen, die tgl Blutzuckerkontrollen?
Wie sehr hat sich doch das Leben verändert?....Weit weg von spontanem Geniessen und vom Sich- freuen, hinein in Kontrolle, Verzicht und Abhängigkeit. Streng, eng und gebremst...

Hintergründe ausloten

Gefragt wird im herkömmlichen Medizinsystem nicht, was die Krankheit im Leben dieses Menschen bewirkt, was sie für ihn bedeutet...und ob vielleicht hinter dieser Krankheit ein sinnmachendes, heilmachendes System steht?
Ein System, das wohl ganz genau informiert ist über jeweiligen versteckten Ängste, Nöte und Konflikte?
Und das damit exakt die Möglichkeit hat, diese Konflikte ganz individuell durch die jeweilige Krankheit und die spezifischen Symptome ans Tageslicht zu heben, sie damit ins Bewusstsein zu bringen, sichtbar zu machen und damit endlich einer Heilung zuzuführen?
So kann aus der Symbolhaftigkeit eines Symptoms der eigentliche Grundkonflikt des Lebens entschlüsselt, verstanden und damit der Heilung zugeführt werden.
Und hinter allem steht das eigenen Bewusstsein (auch oft Unbewusstes oder Unterbewusstsein genannt), das verantwortlich ist für diese geniale Verschlüsselung. Allein mit dem Ziel, letztendlich doch durch Bewusstwerdung verdrängter Konflikte den Betroffenen gesünder, lebendiger und glücklicher zu machen.

Um jetzt nochmal auf unser Beispiel zurückzukommen: Natürlich genügt es nicht, um einen Diabetiker zu heilen von seiner Erkrankung, ihm das fehlende Insulin zu ersetzen.

Integration

Ganzheitlicher Ansatz bedeutet zu fragen, wofür steht symbolisch das Insulin?0554ecd1b9.jpg
Was fehlt dem Menschen eigentlich zum gesunden Leben?
Was bedeuten die Einschränkungen, die durch die Krankheit des Patienten entstehen?
Was will die Krankheit als Ganzes den Patienten lehren?
An welchen Stellen hat er an seinen eigentlichen Bedürfnissen und Konflikten vorbei geschaut, so dass die Krankheit diese Themen wieder symbolhaft darstellen muss?



Ein kleiner Versuch der Antwort:

Insulin ist der Stoff, der die Körperzellen dafür öffnet, den angebotenen Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen hineinfliessen zu lassen. Fehlt der Stoff, verbleibt der Zucker im Blut, reichert sich an und übersäuert letztlich das Gewebe, statt in den Körper richtig aufgenommen zu werden und damit dem Menschen die Energie für seine Lebensfunktionen bereit zu stellen.

Es fragt sich also, was fehlt dem Menschen, dass er die „Lebenssüße“ (= Zucker) nicht in sich aufnehmen, geniessen und nutzen kann?
Was fehlt einem Menschen, wenn er die ihm angebotene Liebe, Komplimente, Geschenke, Verehrungen etc. nicht annehmen kann?
Ihm fehlt Vertrauen und Glauben, es zuzulassen, dass er diese Dinge annehmen kann von anderen Menschen.
Er ist durchzogen von Angst und Misstrauen.
Er kann nicht mehr richtig geniessen, er kann nicht mehr richtig leben.
Statt Vertrauen übernimmt beim Diabetiker die Kontrolle (Blutzuckerkontrolle, Essenskontrolle, Gewichtskontrolle ...) das Regiment.
Das Gewebe übersäuert bedeutet, dass der Mensch selber auch „sauer“ wird, weil er eben nicht mehr uneingeschränkt geniessen kann. („Wer nicht geniesst, wird ungeniessbar.“)

Die Symptome widerspiegeln also symbolhaft auf der körperlichen Ebene, was sich wohl bewusstseinsmässig im Inneren des Menschen abspielt, aber eben nicht bewusst wahrgenommen wird.


Die Lösung:
Wann oder wo hat der Patient sein Lebensvertrauen verloren? Was ist passiert?
Wann gab es einen Riss im Lebensnetz, das zuvor so vertrauensvoll gehalten hat?
Wieso wählte der Patient lieber den Weg der Kontrolle und der Einschränkung, als sich wieder vertrauensvoll dem Leben zuzuwenden?
Wo hat eine Versöhnung oder ein Verdauungsprozess NICHT stattgefunden, so dass Misstrauen und Verschlossenheit zurückgeblieben sind?

Diese Fragen gehen nun wohl direkter an die dahinter liegenden Konflikte der Diabeteskrankheit heran.
Hierbei können die verdrängten Grundkonflikte der betroffenen Person sichtbar gemacht,
therapeutisch behandelt und bestenfalls auch gelöst werden.
Dies wiederum kann dann, bei gelungener Therapie und Integration des Problembereichs, zum Verschwinden der Krankheit und der Symptome führen.

Zusammenfassung - Symbole verstehen:

e0cc050499.jpgSo bedeutet „ganzheitlich heilen“, den Menschen in seiner Ganzheit wahrnehmen und im Krankheitsfall zu erkennen, dass ein Symptom ein Zeichen von Ungleichgewicht oder Konflikthaftigkeit im GANZEN Menschen darstellt und nicht nur ein Organ isoliert befallen ist. Somit kann also der Mensch nicht geheilt werden, wenn nur versucht wird, das Symptom isoliert zu beseitigen. Damit hat keine Heilung im wirklichen Sinn stattgefunden.
Symptome oder ganze Krankheitsbilder haben also Symbolcharakter; was im Inneren des menschlichen Bewusstseins stattfindet, wird symbolisch durch Krankheit im Äusseren dargestellt.

Also: „Wie innen, so auch aussen, wie oben, so auch unten. Alles ist eins.“

Und um dieses eher theoretische Erklärungsmodell ein bißchen aufzulockern, zum Ende noch eine kleine mythologische Geschichte, die diese alte Weisheit auf ihre Art und Weise darzustellen versucht hat:


Xanomi oder die tiefere Einsicht
Vor vielen Tausenden von Jahren, sagt eine alte indianische Geschichte, als die Menschen noch in kleinen Dörfern und Stämmen zusammenlebten und sich dem Rhythmus der Natur hingaben, lebte ein kleines Mädchen namens Xanomi, was soviel heißt wie „die tiefere Einsicht“. Dieses Mädchen streifte den ganzen Tag durch das Dorf und den angrenzenden Wald und kam abends mit einer riesigen Menge von Fragen nach Hause, die vor dem Schlafengehen dann von der Großmutter beantwortet werden mussten.
Eines Abends schien Xanomi sehr verwirrt und ganz still zu sein, so dass Großmutter sie öfters fragen musste, ob sie denn heute keine Fragen hätte?
Nach langem Zögern wandte Xanomi Großmutter den Blick zu und sagte: „Großmutter, viele Tage und Monde suche ich nun schon, in unserem Dorf, im Wald, am Fluss, und versuche, dem Geheimnis der Natur auf die Spur zu kommen. Ich frage mich, woher die Vögel wissen, wann sie ihr Nest bauen, ich frage mich, woher der Sommer weiß, wann er beginnen soll, ich frage mich, woher mein Haar weiß, das es wachsen soll, woher die Sonne weiß, das es Tag werden soll. Woher kommt dieses Wissen, woher kommt diese Weisheit, woher diese Vollkommenheit?
Mit dieser Frage kam ich heute bei der Stammesältesten vorbei, Thana, die, die nie spricht. Du weißt, wie unheimlich sie mir immer war, weil sie Tag und Nacht an der gleichen Stelle sitzt, vor sich hin starrt, und sich doch täglich zu verändern scheint! An ihr nun kam ich vorbei, mit meinen vielen Fragen im Herzen, da sprach sie, die nie sprach: „In dir liegt des Rätsels Lösung: Was in dir ist, ist außen, was außen ist, ist ein Spiegel deiner selbst. Nichts ist ohne Dich, und alles ist nur, weil Du bist. Dein Wunsch nach Leben belebt die Welt, stirbt dieser Wunsch, stirbt deine Welt. Aber dieser Wunsch stirbt nie, weil er ewig lebt! Du und die Welt, ihr seid eins, Du und ich, wir sind eins, Du bist ich ...!“
Nach diesen Worten verfiel Thana wieder in ihren alten Zustand, so als hätte sie nie ein Wort gesprochen. Ich war wie vom Donner gerührt, erschüttert, verändert. Großmutter, alles ist in mir, ich bin alles, wir sind ein Wesen, im Großen wie im Kleinen! Ist das nicht wunderbar?“
Großmutter lächelte weise, nickte mit dem Kopf und sagte leise: „So einfach ist die Wahrheit und dennoch werden nur wenige Menschen sie verstehen, viele werden es viele viele Monde vergessen, und dann, wenn es fast zu spät ist, werden erst ganz wenige sich wieder an dieses Wunder erinnern.“ Großmutter und Xanomi schlossen beide die Augen und schliefen zufrieden mit einem Lächeln ein ...

... Ganzheitlich heilen ..., ganzheitlich verstehen ...!