Der Dünndarm
In der chinesische Medizin ist der Dünndarm dem Feuerelement zugeordnet. Feuer stehe für den Sommer, die Jugend und beinhalte das Höchstmaß an Lebenskraft. Der Dünndarm sei damit beschäftigt zu bewerten, was vom Nahrungsbrei aufgenommen und was ausgeschieden werden solle.
Der Dünndarm trenne das Reine vom Unreinen. Er übernehme die teilweise verdaute Nahrung vom Magen. Die reine Substanz werde unter Kontrolle der Milz herausgelöst und die unreine an Dickdarm oder Blase zur Ausscheidung weitergegeben.
Diamond führt aus, dass der Dünndarmmeridian der Meridian der Freude sei. Die damit verbundenen negativen Gefühle seien Kummer, Leid und Traurigkeit.
Er erläutert, dass Traurigkeit soviel bedeute wie "voller Tränen". Er habe in seiner ärztlichen Tätigkeit die Erfahrung gemacht, dass Trauer am besten durch Freude aufgehoben werden könnte, dass Kummer-Tränen in Tränen der Freude umgewandelt werden sollten.
Tietze schreibt in seinem Buch Organsprache nicht direkt über den Dünndarm und seine Funktion, sondern über das Ulcus duodeni, das Zwölffingerdarm-Geschwür. Der Zwölffingerdarm ist der erste Teil des Dünndarms nach dem Magen. Ulcus duodeni bedeute: "Ich kann es nicht verdauen"
Dahlke und Dethlefson weisen unter dem Stichwort Dünndarm auf die äußerliche Ähnlichkeit zwischen Dünndarm und Gehirn hin. Im Dünndarm würden die stofflichen Eindrücke analysiert und aufgenommen, im Gehirn würde das Nichtstoffliche verarbeitet.
Weber beschreibt, dass der Herz-Dünndarm-Typ sich über jede Kleinigkeit ärgere und nicht die geringste Kritik an seiner Arbeit vertrage. Er strebe nach Perfektion, flüchte gerne in die Arbeit und sehne sich nach Lob. Von seiner einmal gefassten Meinung lasse er selten ab.
Nach Lowen beginne die Prägung in einem Alter, in dem das Kind sexuelle Unterschiede wahrnehmen könne. Hauptbezugsperson sei der Vater, der abweisend, fordernd und immer enttäuscht sei. Er versuche, einen kleinen Erwachsenen aus ihm zu machen, kindliche Anlehnungsbedürfnisse würden frustriert.
Scharl warnt im Kapitel Organsprache des Darmes davor, Krankheitsbilder einseitig als "Organsprache" zu betrachten, sondern diese könnten immer nur differentialdiagnostisch bestätigt werden.
Louise Hay gibt bei Durchfall als wahrscheinlichen Grund "Angst. Ablehnung. Entgleisung." an und nennt als neues Gedankenmuster: "Aufnahme, Verdauung und Ausscheidung sind in vollkommener Ordnung. Ich bin in Frieden mit dem Leben."
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