Ganzheitliche Schwangeren- und Geburtsbegleitung
In unserer Alltagssprache wimmelt es von Geburtsmetaphern: ...ich fühle mich erdrückt, ...ich bekomme Druck von allen Seiten (vgl. Wehen) ...ich warte auf den Durchbruch (vgl. letzte Geburtsphase) ....ich hänge in der Luft, ...ans Licht bringen (vgl. erste Phase nach der Geburt)
Solche Sprachsymbole drücken prä- und perinatale Erfahrungen aus und sie beschreiben akute Symptome im Alltagsleben, die unser Erleben an pränatale (vorgeburtliche) und perinatale (im Umfeld der Geburt) Zustände ankoppelt. Wenn wir also bei einem Geschäftstermin "in der Luft hängen" oder "ins Schwimmen kommen" erinnert sich unser Bewusstsein an die Umstände, wie es einmal im Mutterleib oder bei der Geburt war. Wir greifen auf Strategien, Glaubenssätze und Muster zurück, die sich tief in uns eingeprägt haben.
Diese Muster deutlich zu machen ist eine spannende Aufgabe. Negative Muster zu verändern kann einen enormen Gewinn an Lebendigkeit mit sich bringen.
"Jeder Geburtsakt erfordert Mut, etwas loszulassen, den Atem loszulassen, den Schoß loszulassen, die Hand loszulassen, letztlich alle Sicherheiten loszulassen und sich auf seine eigene Kraft zur Bewusstwerdung zu verlassen, und mit eigener Krativität darauf zu antworten. Kreativ zu sein heißt, den ganzen Lebensprozess als Geburtsprozess und kein einziges Stadium als letztes anzusehen." (Erich Fromm)
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