Dr. med. Ingrid Müller Mackert - Arztpraxis für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde

 

 

 
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Kneipp'sche Anwendungen

Im Wasser ist Heil...... 

Wann sind wir zuletzt barfuß im Schnee, oder mit nackten Füßen durch das feuchte Gras gelaufen? Sind wir schon jemals im frischen, klaren Wasser eines Flusses untergetaucht?

Diese Fragen könnten von Sebastian Kneipp stammen, einem Bauernsohn aus Stephansried bei Ottobeuren im Unterallgäu, der den Großteil seines Lebens als Pfarrer und Heiler in Bad Wörishofen verbracht hat. Als erstes heilte er sich selbst mit Tauchbädern in der kalten Donau von der Schwindsucht. Da er kein studierter Mediziner war, sondern die Menschen heilte konnte, die von den Schulmedizinern aufgegeben waren, wurden gegen ihn anfangs Geldstrafen verhängt.

Die Anwendungen des Sebastian Kneipp verdienen es, unter dem Blickwinkel der ganzheitlichen Medizin neu entdeckt zu werden. Und nicht umsonst sprießen Barfußwege in Kurorten aus dem Boden. Seine Heilmethode besticht durch Einfachheit und Direktheit. Einigermaßen bekannt ist noch, dass Monsignore Kneipp mit Gieskannen voll kaltem Wasser z.B. Durchblutungsstörungen zu Leibe rückt. Aber er nimmt es auch mit Depressionen, Bettnässen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Alpträumen, Verwundungen, Vergiftungen oder Bluthochdruck auf. Hinzu kommt, dass Kneipp ein ausgezeichneter Pflanzenkenner ist, die er im Einklang mit der Natur und Schöpfung einsetzt. Intuitiv spürt er, dass er, will er den Menschen heilen, die positiven Energien von Pflanzen, frischer Luft, körperlicher Bewegung, sauberen Wohnverhältnissen, einer bodenständigen Ernährung, die unmittelbare Berührung der Erde durch die nackten Füsse und insbesondere die Heilkraft des Wassers braucht.

Hier ein Beispiel: "Eine Hausmutter, 48 Jahre alt, hatte so heftige Blutflüsse, dass man innerhalb vier Jahren öfters das Ende erwartete. Alles was sie angewendet, half nichts, die vielen Medizien so wenig, wie der Gebrauch vieler Bäder. Die Frau suchte zuletzt, was sie am meisten gescheut, beim WASSER Hilfe. Das so sehr geschwächte Weib nahm 1) den ersten Tag einen Unter-, den anderen Tag einen Oberwickel, jeden dreiviertel Stunden lang mit ganz kaltem Wasser. 2) Nach innen täglich viermal, jedesmal drei Löffel voll, Zinnkrauttee. Statt Bier und Wein, was sie vorher viel trinken sollte, um, wie man sagte, Blut und Kraft zu bekommen, genoss sie Milch in ganz kleinen Portionen; sonst einfache Hausmannskost. ... In sechs Wochen war die Frau gesund."  (Aus: "So sollt ihr leben)