Dr. med. Ingrid Müller Mackert - Arztpraxis für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde

 

 

 
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Der Magen


Der Magen ist mit dem Organpartner Milz dem Erdelement zugeordnet. Die Erde steht für Geborgenheit und Mütterlichkeit, Ernährung und Fruchtbarkeit. Menschen mit einem starken Erdelement hätten es leicht, sich zu Hause zu fühlen, sie seien selbstsicher, bekämen und gäben Anerkennung.

Williams beschreibt den Magen in seiner Bedeutung in der chinesischen Medizin folgendermaßen: Der Magen nehme Nahrung auf, speichere sie und gebe die reinen Substanzen an die Milz ab. Die unreinen Substanzen würden an den Dünndarm weiter gegeben.

Diamond betrachtet den Magenmeridian als Meridian der Zufriedenheit und Gelassenheit. Negative Emotionen seien Ekel, Enttäuschung, Bitterkeit, Gier, Leere, Entbehrung, Hunger. Die positiven Gefühle seien Zufriedenheit und Gelassenheit.

Tietze führt am Beispiel der Gastritis aus, dass Magenkranke ein kindliches Bedürfnis nach Umsorgt werden hätten. Sie fühlten sich von anderen vernachlässigt und verlangten nach Sicherheit und Geborgenheit. Ihr Wunsch nach Umsorgt sein werde immer wieder tief frustriert.

Dahlke und Dethlefson stellen dar, dass der Magen einerseits einen weiblichen Pol ausdrücke durch seine Funktion, Nahrung bzw. Eindrücke aufzunehmen im Sinne der Hingabefähigkeit. Auf der psychischen Ebene entspräche dies der Fähigkeit des Fühlens.
Eine weitere Funktion des Magens entspreche dem männlichen Prinzip, die Produktion und Abgabe der Magensäure. Die Säure sei aggressiv, sie zersetze die Nahrung. Sei ein Mensch nicht in der Lage, seinen Ärger zum Ausdruck zu bringen und schlucke ihn hinunter, dann wende sich seine Frustration gegen sich selbst.
Der Magenkranke müsse lernen, seine Gefühle nach außen zu tragen und seine Konflikte auf der entsprechende Ebene zu bearbeiten. Außerdem solle sich der Magenkranke seine Wünsche nach infantiler Abhängigkeit bewusst machen und sich die Sehnsucht nach Umsorgt werden zugestehen.

Weber beschreibt den Charakter eines Menschen mit Störungen des Magenmeridians, dass er unzufrieden mit sich und der Umwelt sei. Er neige zu Streitsucht und übertriebener Geschäftigkeit, suche Schwierigkeiten und die übertriebene Unabhängigkeit, neige zu Depressionen und Problemüberbewertungen.

Nach Lowen finde die Prägung in den ersten beiden Lebensjahren statt, in denen die Bedürfnisse des Kindes nicht gestillt würden, die Mütter liebevolle, verständnisvolle Zuwendung verweigere, sich vom Kind genervt fühle. Dadurch verliere das Kind sein Vertrauen.

Scharl formuliert, dass Magenbeschwerden oft unverdaute Konflikte signalisierten. Der Magenkranke rebelliere, er wolle nicht alles schlucken. Der Magen sei eine Visitenkarte der Psyche. Der Hunger nach Lebensgenuss werde verdrängt von der Angst, gefressen zu werden.

Louise Hay verweist unter dem Stichwort "Magengeschwür" auf "Angst. Glaube, du bist nicht gut genug. Ängstlich darauf bedacht zu gefallen." Als neues Gedankenmuster schlägt sie vor: "Das Leben stimmt mit mir überein. Ich nehme jeden Augenblick, jeden Tag das Neue in mich auf."