Dr. med. Ingrid Müller Mackert - Arztpraxis für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde

 

 

 
Herzlich willkommen
Zur Person
Praxis
Ganzheitliche Medizin
Seminare
Veröffentlichungen
Impressum
Kontakt
Dr. Ingrid Müller-Mackert
Newsletter
Neuigkeiten (Blog)
Link-Liste
Drucken E-Mail

Matriarchale Medizin 

Um zu verstehen, was mit Matriarchaler Medizin gemeint ist, seien zunächst die Grundgedanken von Matriarchat (von griech. "im Ursprung die Mutter")  vorgestellt. 

Aus der Matriarchtsforschungvon Heide Göttner-Abendroth, Marija Gimbutas, Gerda Weiler und vielen anderen wissen wir, dass die Menschen früher in einem anderen Bewußtsein gelebt haben, sie haben matriarchal gefühlt und gedacht. Viele der Entfremdungen, unter denen wir heute leiden, waren unbekannt.

Matriarchale Gesellschaft

 Merkmale der matriarchalen Gesellschaft in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart sind:

Im Matriarchat stehen Frauen in der Mitte gesellschaftlicher Gruppen. Beziehungs-, Integrations- und Liebesfähigkeit sind die zentralen gemeinschaftsbildenden Qualitäten. Das Weibliche ist die allumfassende schöpfende und verwandelnde Kraft.
Ackerbau, Gartenbau sind die ökonomische Basis und liegen in der Hand der Frauen, die auch für die Gemeinschaft über Häuser, Grund und Boden, aber auch z.B. Viehherden verfügen. Die Erbfolge läuft über die Frauen (Mutterrecht), es gilt Matrilokalität, d.h. ein Mann wird, wenn er die Beziehung zu einer Frau eingeht, in die Sippe der Frau aufgenommen.
Die kleinste gesellschaftliche Einheit ist der Clan, die Sippe, die durch die Verwandtschaft von Frauen, z.B. Schwestern, entsteht. Eine Vater-Mutter-Kind(er)-Familie gibt es so nicht, die Unauflöslichkeit der Ehe ist unbekannt.
Mutter und Kind leben im Clan, der Vater ist Freund des Kindes und Geliebter der Mutter.
Partnerschaften sind reine Liebesbünde; wenn sie enden, tun sie dies in Freiheit und Normalität. Der Mann kann jederzeit in den Clan seiner Mutter zurückkehren.
Kinder werden als autonome, in ihren Anschauungen voll akzeptierte Partner respektiert.
Kinder werden in ihrer ersten Lebensphase am Körper getragen.
Erotik, Sexualität und Lust sind lebenswert und frei von Tabu, Bewertung und Kontrolle. Sie sind Ausdruck der umfassenden Liebesfähigkeit; eine von der Liebe abgespaltene Sexualität gibt es nicht.
Kinder verfügen im Lebensverbund über geschützte, nur ihnen zugängliche Bereiche, (sog. Kinderrepubliken), in denen sie ungestört ihre Sozialität und Erotik entwickeln können.
Genitalverstümmelung ist unbekannt.
Krieg, Gewalt, Moral, Druck, Gesetzgebung und Fixierungen in Schriftform sind fremd. Dagegen wird die mündliche Überlieferung in Mythen, Sagen und Liedern intensiv gepflegt.

Matriarchale Gefühle und Werte, matriarchale Medizin

Das Weltbild ist numinos und ganzheitlich. Eine Trennung zwischen einem profanen und einem sakralen Vorgang gibt es nicht. Vorratskammern z.B. sind zugleich Tempel der Erdgöttin, das Backen ist ein heiliger Verwandlungsakt. Heilung ist Gnade, ein heiliger Vorgang.
Der Mensch ist Teil der Gemeinschaft und nur als solcher zu begreifen.
Der Mensch ist in seinem (Nicht)Handeln und Entscheiden frei. Entscheidungen für die Gemeinschaft werden nach dem Konsensprinzip getroffen.

Andersartigkeit erzeugt Interesse und Beschäftigung, nicht jedoch Ablehnung und Ausgrenzung.

Das SEIN ist göttlich. Das IST wird gefeiert.

Der Mensch fühlt sich Eins mit den anderen Menschen und der Schöpfung; das, was er einem Anderen antut, tut er sich selber an.
Angst wird als Gefühl in einer unausgelebten Form gesehen, daher wird versucht Schmerz und Trauer unmittelbar auszudrücken.
Scham ist unbekannt. Verliebtheit, Lust, Erotik und Geilheit gelten als integrierter Ausdruck intakter Lebensfreude.
Festhalten an unglücklich machenden Lebensumständen ist absurd. Alles fließt, alles ist im Wandel. Es gibt keinen Tod als Nullpunkt, sondern nur sterben, Transformation und Neubeginn. Die Verstorbenen und Ahnen sind ein in alles einfließender Bestandteil des Lebens, sie sind Ratgeber, Beschützer, Förderer der Gemeinschaft und werden daher gefragt, geehrt und einbezogen.
Der Mensch liebt ohne Bedingung und Erwartung einer Art Gegenleistung.
Teilen und Geben sind Bedürfnis, Privatbesitz an Gütern und Mitteln inakzeptabel.
Gewalt, psychisch wie physisch, sind Ausdruck krankhaften Verhaltens.
Krankheit ist Ausdruck des Hilfsbedürfnisses eines Menschen; nicht das Symptom, sondern die Rückführung des Kranken zu seiner inneren Wahrheit (Mitte) stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit.

VISIONEN

Matriarchale Medizin strebt an, dass Frauen wieder in ihre innere Kraft gehen, da sie erst dann in ihre Aufgabe als Mittelpunkt der Gesellschaft wachsen können. Leider ist die Auswahl an inneren Bildern, die Frauen hier zur Orientierung dienen können, nicht groß und oftmals überlagert von männlichen Werten.

Bei Angelika Aliti "Das Maß aller Dinge" finden sich 13 Aspekte des weiblichen Seins, die hier wertvolle Impulse zu einer positiven Identifikation als Frau geben können:

1. Die Amazone: Ich bin. Ihr Tier ist das Pferd. Sie gibt dir Initiative und Kampfkraft.

2. Die Bäuerin: Ich habe. Ihr Tier ist die Kuh. Sie gibt dir Sicherheit.

3. Die Denkerin: Ich erkenne. Ihr Tier ist die Ratte. Sie gibt dir die Sprache.

4. Die Liebende: Ich fühle. Ihr Tier ist die Wölfin. Sie gibt dir Liebesfähigkeit.

5. Die Königin: Ich handle. Ihr Tier ist die Löwin. Sie gibt dir Eigen-Macht.

6. Die Wissende. Ich ordne. Ihr Tier ist die Biene. Sie gibt dir Klarheit.

7. Die Händlerin: Ich wäge ab. Ihr Tier ist die Krähe. Sie gibt dir dein Maß.

8. Die Heilerin: Ich transformiere. Ihr Tier ist die Schlange. Sie gibt dir die Fähigkeit zu verändern.

9. Die Künstlerin: Ich ehre. Ihr Tier ist der Schmetterling. Sie gibt dir die Fähigkeit, den Sinn zu finden.

10. Die Alte Weise: Ich prüfe. Ihr Tier ist die Ziege. Sie gibt dir die Fähigkeit zur Verkörperung.

11. Die Priesterin: Ich sehe. Ihr Tier ist die Adlerin. Sie zeigt dir den Weg in die Anderswelt.

12. Die Mutter: Ich bin all-eins. Ihr Tier ist Delphin. Sie gibt dir die Freiheit.

13. Die Wilde Frau: Ich vollende. Ihr Tier ist die Sau. Sie gibt dir Unbezähmbarkeit.