Dr. med. Ingrid Müller Mackert - Arztpraxis für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde

 

 

 
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Die Nieren


Die Nieren gehören zum Organpaar Niere-Blase, das in der chinesischen Medizin dem Wasserelement zugeordnet wird. Das Wasserelement entspricht dem Winter, wenn sich die "Lebenssäfte tief ins Innere zurückgezogen haben."

Williams beschreibt die Nieren in der chinesische Medizin als das Speicherorgan von Yin. Die Nieren beherrschten Fortpflanzung, Wachstum und Entwicklung. Außerdem produzierten die Nieren Mark und seien damit als Grundsubstanz verantwortlich für Knochen, Knochenmark, Rückenmark.

Tietze beschreibt die Nieren als Ausscheidungsorgane für Stoffwechselabbauprodukte im Körper mit ihrer Zuständigkeit, den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Er weist darauf hin, dass Nierenerkrankungen einen hohen Grad an Komplexität hätten.
Weiterhin weist er auf die Verknüpfung von Trotz und Aggressionen mit dem Organ Niere hin. So käme es bei Menschen, die eine Niere verloren haben, oft zu Trotzreaktionen und weiteren Abwehrmechanismen, die für die anale Phase in der psychosexuellen Entwicklung typisch seien.
167px-gray1127.png Auch verfielen viele Nierenkranke in regressive Phasen, die mit uneingestandenen Aggressionen über den Verlust eines Menschen verbunden seien.
Tietze erwähnt die Bedeutung der Nieren im Kontakt mit anderen, was sich in täglichen Gewohnheiten deutlich mache. So trinke man z.B. Bier oder Wein miteinander, wenn man in Gesellschaft sei. Dadurch werde das Kontaktorgan Niere angeregt.
Schließlich weist er auf die Regression bei Niereninsuffizienz hin, bei denen sich die Patienten einer Blutwäsche unterziehen müssen. Wie im Mutterleib seien sie über die Nabelschnur mit der Mutter verbunden, die für sie die Entgiftungsfunktion übernehme.


Dethlefson und Dahlke erleben die Nieren als eine analoge Abbildung des Partnerschaftsbereiches. Um diese These deutlicher darstellen zu können, gehen sie zunächst auf die psychologischen Hintergründe einer Partnerschaft ein.
Eine gelungene Integration seines Schatten sei daran messbar, ob man ohne einen Partner leben könne oder nicht; ein Mensch, der seine Ganzheit spüren könne, sei nicht mehr auf die Projektion seiner Schattenseite auf einen Partner angewiesen.
Die Rolle der Nieren liege unter anderem darin, für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu sorgen. Auch hier ginge es um die Herstellung von Harmonie, von Ganzheit, eines Gleichgewichtes zwischen zwei Polen: Säure-Base, männlich-weiblich, Yin-Yang.
Würden in der Partnerschaft die negativen Seiten des Partners nicht integriert, könnte sich dieses Muster auf der Körperebene analog in Form einer Ausscheidung von lebenswichtigen Stoffen im Urin bemerkbar machen, wie z.B. Eiweiß im Urin bei einer Glomerulonephritis.
Die Autoren beschreiben die Bedeutung des Kontaktorgans Niere als evident in Gewohnheiten des Umgangs, wie z.B. Alkohol oder Kaffee miteinander zu trinken. Solche Getränke regen die Nierentätigkeit besonders stark an, und jemand, der sich nicht am Trinken z.B. bei einer Party beteilige, werde leicht zum Außenseiter. Weiter weisen sie auf die Entstehung von Nierensteinen hin, die bei geringer Flüssigkeitsaufnahme und einem entsprechenden Milieu gedeihen. Die Substanz der Steine bestünden aus Material, das vom Körper als unbrauchbar für die eigene Entwicklung gesehen worden war.
Schließlich gehen die Autoren auf die künstliche Niere ein. Sie stellen dar, dass am Ende einer Entwicklung, in denen der Betroffene nicht in der Lage war, Probleme mit den Mitmenschen aktiv zu lösen, die Nierenfunktion nachlasse.

Louise Hay nennt als wahrscheinlichen Grund für eine Nierenentzündung die Überreaktion auf Enttäuschung und Versagen. Als neues Gedankenmuster bietet sie an: "Nur das Richtige geschieht in meinem Leben. Ich lasse das Alte los und heiße das Neue willkommen."