Dr. med. Ingrid Müller Mackert - Arztpraxis für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde

 

 

 
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Phytotherapie

Die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet.

Unser Anliegen ist es auch diesbezüglich, die Wirksamkeit von Pflanzen bei der Heilung nicht nur auf chemische Substanzen zu reduzieren, sondern die Pflanze wieder als lebendiges Wesen, als einen, in einer aktiven Kommuniktation und Beziehung mit dem Arzt und dem Patienten stehenden gleichwertigen Teil des Kosmos zu erkennen und sie dabei schätzen und lieben zu lernen. Die Pflanze wird dabei nicht "benutzt", sondern gefragt, um Hilfe gebeten und für ihre Zuwendung geehrt.

Wichtige Impulse gehen dabei von den Büchern und Seminaren von Wolf-Dieter Storl (geb. 1942) aus.

180px-sambucus_nigra-busch.jpg Die Grossmutter Storls stammte aus dem Erzgebirge; das Sammeln und der Handel mit Heilkräutern hatten in ihrer Familie Tradition, zeitlebens war die Frau nie beim Arzt gewesen. Storl selbst kuriert seine Leiden mit der Kraft der Pflanzen und Kräuter, die er im Wald findet oder im Garten gepflanzt hat. Vor etwa zwanzig Jahren hat er aufgehört, Bart und Haupthaar zu stutzen, da diese "Körperantennen"  ihn mit den Erdkräften verbinden.

Während seiner Lehrtätigkeit am Sheridan College in Wyoming hat Wolf-Dieter Storl den Cheyenne-Medizinmann Bill Tall Bull kennen gelernt. Mit ihm ist er durch die Wälder gestreift, über die Prärie gewandert und hat viel über die Beziehung der Indianer zur Natur erfahren. Von ihm hat er gelernt mit Pflanzen zu sprechen. Die Cheyenne reden nicht über die Pflanzen, sondern mit ihnen. Anders ausgedrückt: Die Medizinmänner und Schamanen der Naturvölker öffnen ihr Bewusstsein gegenüber dem Pflanzengeist, der sich in Visionen oder Träumen zu erkennen geben kann.

Storl hat selbst erfahren, wie eine Heilpflanze Kontakt zu dem Menschen aufnimmt, der sie gerade braucht. ´Vier Monate lang hatte ich von morgens bis spät abends an der Schreibmaschine gesessen', erinnert er sich. ´Kaum mit dem Manuskript fertig, warf mich ein Fieber um, gefolgt von einer schweren Lungenentzündung. In der Nacht erschien mir im Traum ein gelbes Blümchen, freundlich strahlend wie die Sonne. Als ich am nächsten Morgen auf die spätwinterliche Landschaft hinausblickte, entdeckte ich an einer Böschung tatsächlich kleine gelbe Blümchen: Huflattich'. Er braute sich einen Tee aus den Blüten auf, und kurze Zeit danach war der Infekt verschwunden.

Heil sein bedeutet für Storl auch, in Verbundenheit mit der Landschaft zu leben, eine Heimat zu finden, nicht abgetrennt vom Boden zu sein, auf dem jeder steht und geht. Storl legt auch Wert darauf, dass nicht indianische Rituale in Europa kopiert werden, sondern regt an, den eigenen Wurzeln und der der eigenen Intuition nachzuspüren oder auch die Erkenntnisse von Maria Treben, Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp zu verinnerlichen.