Traumdeutung
LEBE DEINEN TRAUM!
Unsere Träume lassen uns erleben, dass die Realität einen "doppelten Boden" hat. Unser Bewußtsein ist in diesem Zustand offener, unmoralischer, intensiver, emotionaler, lebendiger.Träume gehen weit über die "Verarbeitung des Alltags" hinaus.
Träume sind wie Briefe, die uns jemand schreibt. Wie gehen wir damit um? Ist es Unsinn - sollen wir den Brief zerreißen und vergessen, dass der Schreiber uns etwas sagen wollte? Oder nehmen wir den Traum ernst beschäftigen uns damit und nehmen das Geschenk, das in jedem Traum enthalten ist, an.
Bezeichnender Weise gibt es in Kulturen, die sich intensiv mit der Traumdeutung befassen (z.B. das Volk der Senoi, Malaysia) keine Kriminalität, keine Geisteskrankheit und keine Selbstmorde.
DIE SENOI
Ziel der Traumarbeit bei den Senoi ist es, „Herr des eigenen Traumreiches“ zu werden. Erkenntnisse aus der Traumarbeit werden in aktives Handeln und kreative Arbeit im realen Leben umgesetzt. Alle Gestalten des Traumes werden als Teile des eigenen Selbst gesehen. Ein wichtiger Kernpunkt der Traumarbeit ist die Gestaltbarkeit der Träume.
Die Traumarbeit vollzieht sich in folgenden Schritten:
1. Auseinandersetzung mit der Angst
Der Träumer muß sich allem, was in der Innenwelt auftaucht und Angst macht, stellen und sich damit auseinandersetzen. Ausweichen oder Weglaufen bedeutet, dieser Gefahr in immer neuen Gestalten wieder zu begegnen. Möglichkeiten die Auseinandersetzung mit dem Traumfeind zu bestehen findet man darin, freundliche Gestalten zu Hilfe zu rufen. Mit der Überwindung des Traumfeindes wird dessen positives Wesen freigesetzt und er verwandelt sich.
2. Positives Ende des Traumes
Negative Trauminhalte sollen in positive umgewandelt werden. Tauchen erfreuliche, positive Inhalte auf, so versuchen die Senoi, sie zu steigern und noch intensiver erlebbar zu machen. Begegnet ein Senoi freundlichen Gestalten, so wird versucht, intensiven Kontakt mit ihnen zu pflegen und sie sogar zum Traumbegleiter zu machen.
3. Das Traumgeschenk
Jeder Träumer wird aufgefordert, etwas Kreatives von seiner Traumreise mitzubringen. (z.B. Lieder, Tänze, Einsichten, Gedichte)
4. Lösung
Da auch das Wachbewußtsein als "Traum" angesehen wird, werden die gefundenen Lösungen als Hilfestellung "die Realität" zu meistern, eingesetzt.
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